„Offener Ankertag“ am 20.02.2026 begeistert rund 50 Gäste im Gästehaus Reckahn
Reckahn, der 23.02.2026
Unter dem Motto „Kultur gemeinsam erleben“ lud der Ankerpunkt Reckahn zum „Offenen Ankertag“ ins Gästehaus Reckahn ein. Rund 50 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen abwechslungsreichen Abend voller Begegnungen, Ideen und neuer Impulse für das kulturelle Leben in Reckahn, Meßdunk, Krahne und Golzow.
Museumsleiterin Dr. Silke Siebrecht-Grabig begrüßte die Anwesenden herzlich und eröffnete den Abend. In seinem anschließenden Grußwort hob Bürgermeister Uwe Brückner die besondere Bedeutung kultureller Teilhabe im ländlichen Raum hervor. Formate wie der „Offene Ankertag“ zeigten, welches Potenzial in der Vernetzung engagierter Akteure liege – und könnten perspektivisch auch in andere Ortsteile ausstrahlen. Durch das Programm führte Projektleiterin Sarah Strümpfler-Fuchs.


Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung des Ankerpunkts Reckahn mit all seinen Partnerinnen und Partnern sowie deren durchgeführten Projekte: Das Rochow Kulturensemble Reckahn mit den Reckahner Museen präsentierte einzelne Angebote rund um die Sonderausstellungen, den Reckahner Kinderferientage oder Kupferstichworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Der Feuerwehrverein Reckahn e.V. berichtete von einer besonderen Gemeinschaftsaktion: Die Kinder des Dorfkidsclubs der Landfrauen Krahne/Reckahn gestalteten für das Jubiläumsjahr 2024 gemeinsam drei große Collagen, die nun im Feuerwehrgerätehaus ihren Platz gefunden haben. Für musikalische Stimmung am Abend des Jubiläums- und Spielplatzfestes sorgte die Band VolxRoxx.
Kreative Impulse kommen vom Kunstgut Krahne, das mit Kunst-Ausstellungen, Theateraufführungen der Krahner Dorfbühne und verschiedenen Kunstworkshops neue kulturelle Akzente setzt. Die Krahner Dorfbühne, einst aus einem Krippenspiel entstanden, verfolgt das Ziel: Kultur ins Dorf bringen und selbst Kultur schaffen. Regisseur des Krahner Dorftheaters ist Ilja Hübner.
Auch der Naturschutzbund (Regionalverband Brandenburg/Havel) war vertreten: Der NABU berichtete den gemeinsamen Bau von Nistkästen und über seine Arbeit rund um die Reckahner Teiche – ein bedeutender Ort für Vogelbeobachtungen und Umweltbildung. In Ferienprojekten und mit Schulklassen werden Fragen nach der Zukunft unserer regionalen Natur aufgegriffen – Bildung, Kultur und Natur greifen hier sichtbar ineinander.
Der Kreislandfrauenverband der Ortsgruppe Krahne/Reckahn informierte über ihr vielfältiges Veranstaltungsprogramm „zwischen Klassik und Klamauk“, Familiennachmittage, Seniorenabende und kreative Angebote für die Dorfkids. Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird der Auftritt der Liedermacherin Heike Mildner am 18. April 2026 im Rittergut Krahne sein.
Der 1994 gegründete JUSTkultur e.V. Meßdunk stellte seine Arbeit in der ehemaligen, entwidmeten Kirche vor, die heute als musikalischer Kulturraum genutzt wird. Neben dem Konzert-Sommer öffnen sie die Türen für das Projekt „Kultur und Kirche eradeln“. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Golzow-Planebruch betonte, wie gut Kirche und Kultur zusammenpassen: Hemmschwellen abbauen, unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und Kirche als kulturelles Gut begreifen – „Kirche ist für alle da“.
Ein zentrales Anliegen des Abends war zudem die inklusive Ausrichtung des Ankerpunkts Reckahn. Anja Wurg stellte vor, wie Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv in kulturelle und gesellschaftliche Projekte eingebunden werden. Ziel sei es, Räume der Teilhabe zu schaffen und gesellschaftliche Werte erfahrbar zu machen – denn Teil der Gemeinschaft zu sein, bedeute Lebensqualität und Freude.
Ziel: Vernetzung
Der Kern des Ankerpunkts ist die Vernetzung – und genau diese wurde am Offenen Ankertag spürbar. Aus einzelnen Projekten sind tragfähige Kooperationen entstanden, in denen sich Partner gegenseitig unterstützen und gemeinsam neue Formate entwickeln. So finden auch in diesem Jahr erneut die Kooperationsprojekte „Kultur und Kirche erradeln“ am 09. Mai 2026 zum Thema „Ein Pfarrer erzählt“ – Kirchengeschichten und Abschlusskonzert in Meßdunk sowie das Projekt „Rap im Park“ am 05. & 06. Juni 2026 mit einem Graffitti-Workshop, einer HipHop-Tanzshow und einem Rap-Konzert im Gutspark. Der Appell des Abends lautete daher: Neues ausprobieren, Begegnung zulassen und den Austausch lebendig halten.

Den stimmungsvollen Abschluss des Abends bildete nach intensivem Austausch und einem gemeinsamen Buffet ein Konzert der Jugendband Gsus7. Der „Offene Ankertag“ machte deutlich: In Reckahn, Meßdunk, Krahne und Golzow wächst etwas Besonderes zusammen – getragen von Engagement, Kreativität und dem gemeinsamen Wunsch, Kultur miteinander zu erleben.
Redaktion: Sarah Strümpfler-Fuchs (Projektleiterin des Ankerpunkts Reckahn)
Bilder: Heiko Hermann
Grafik: Andreas Wolf



