Ruhesitz Golzow – Wohnheim für psychisch Kranke

für Menschen, die zumeist an Schizophrenie erkrankt sind. Derzeit haben wir 15 Klienten sowie 5 Betreuungskräfte zu verzeichnen.

Warum nehmen wir am Förderprojekt „Regionale Kulturelle Ankerpunkte im ländlichen Raum“ teil?

Kulturelle Freizeitgestaltungen können sich die Klienten finanziell nicht leisten oder sind nicht belastbar in einer anderen Umgebung. Wir möchten sie für Kulturelle Teilhabe sensibilisieren. Zudem möchten wir, dass die Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen in der Öffentlichkeit abgebaut werden, indem jene Personen, die unter solchen Erkrankungen leiden, aktiv am Kulturellen (Dorf-)Leben beteiligt werden und in den Austausch mit anderen Bewohnern treten können. Mit dem Antistigma verfolgen wir das konkrete Ziel, mehr inklusive Partizipation und Kulturelle Teilhabe für unsere Klienten zu leisten.

Das Projekt der Kulturellen Ankerpunkte zeigt uns bereits jetzt, dass es sich lohnt unsere Klienten in die Gesellschaft und dem kulturellen Leben zu integrieren. Es gibt ihnen das Gefühl der Zugehörigkeit. Ein Austausch, ein Kennenlernen und ein gemeinsam erleben. In einer Gemeinschaft können Werte wie Respekt, Solidarität und Wohlwollen gegenseitig gestützt werden.

Ankerpunkt (Kooperations-*)Projekte waren bisher:

Krahner Dorfbühne im Kunstgut Krahne (2024)*

Die Klienten haben das Theaterstück „Als ein Riese nach Krahne kam“, nach dem Buch und unter der Regie von Ilja Hübner, mit eigenen künstlerischen (Zeichnungen des Riesen) und literarischen („Gedicht über den Riesen“) Werken untermauert und waren bei der Aufführung sogar vor Ort.

Barrierefreies Vermittlungsangebot im Rochow-Museum Reckahn (2024)*

Mit dem Kremser besuchten die Klienten das Rochow-Museum Reckahn und erhielten durch die Museumpädagoginnen Eva Schaefer und Sarah Strümpfler-Fuchs eine sinnesübergreifende Führung im Rochow-Museum. Schnell öffneten sich die Klienten für einen historischen Austausch.

Nistkastenbau mit Bodo Rudolph vom NABU BRB/H. (2024)*

Die Klienten bauten mit Bodo Rudolph Nistkästen im Ruhesitz Golzow und hatten große Freude am kommunikativen Austausch und beim handwerklichem Einsatz.

Bodo Rudolph (l.) und 2 Bewohner des Ruhesitz Golzow mit fertigem Nistkasten.
Foto: C. Baatzsch

Besuch der Alpakas aus Rietz (2025)

Der tierische Besuch war eine gelungen Abwechslung zum Alltagsstress und anfängliche Ängste vor den Tieren wurden schnell abgelegt.

„Kirche und Kultur erradeln“ (2025)*

Unsere Klienten hatten für die Kunstausstellung „Tolerantes miteinander“ in der Kirche Golzow, verschiedene Leinwände unter Anleitung und Unterstützung von Betreuungskräften gezeichnet. Zudem fuhren sie an dem Tag mit 2 Betreuungskräften und dem Fahrrad nach Krahne, um sich das Orgelspiel von Sabine Duschl anzuhören und um den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.

Gründung: 1994

  • 5 Wohnbereiche
  • 49 Bewohnerinnen & Bewohner